CJD Nord Modellprojekt „Für eine Partizipationskultur in Schulen“

Modellprojekt Partizipation im schulischem Umfeld: „Für eine Partizipationskultur in Schulen“

Die Idee des Modellprojektes in der Hans-Fallada-Schule in Feldberg http://www.schule-feldberg.de/startseite.html leiht sich Anregungen von „Der Kinderstube der Demokratie“. https://www.partizipation-und-bildung.de/kindertageseinrichtungen/die-kinderstube-der-demokratie/

 

NK_StrelitzerZeitung_08.11.2018 Seite 15

Presstext CJD Modellprojekt

Es wird mit einer 5. Klasse und 2 6. Klassen zu 1 Thema gearbeitet werden. Das Thema „neues Müllsystem für die Schule erfinden“ ist bereits bekannt und wurde von einem Schüler vorgeschlagen.

 

„Eine Kinderstube der Demokratie in der Schule“ — Das CJD – Modellprojekt

 

Der Ansatz der Kinderstube der Demokratie ist ca. 2003 in der Demokratiearbeit für Kitas gefunden wurden. Im Prinzip wollen wir diese Erfahrungen in der Schule anwenden:

Bei der Konzeptionierung des Modellprojekts ging man von fünf Annahmen aus, die wir gern auf die Schule übersetzen wollen, die in den einzelnen Projekten in unterschiedlicher Form eine Rolle spielten:

– Bei der Beteiligung von Kindern spielen die Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen Partizipation oder verhindern sie.

– Um nicht von einzelnen Erwachsenen abhängig zu sein, muss Partizipation in den Strukturen der Schule verankert sein.

– Partizipation der Kinder erfordert auch Partizipation der Eltern und des Teams.

– Partizipation in Schulen erfordert eine Öffnung der Einrichtung nach außen ins Gemeinwesen und eine Einmischung in die kommunale Politik.

– Partizipation verlangt die Qualifikation der pädagogischen Fachkräfte.

Institutionalisierte Beteiligungsformen müssen individuell für jede Einrichtung entwickelt werden. Die institutionelle Verankerung von Partizipation verlangt intensive Auseinandersetzungen mit grundsätzlichen pädagogischen Fragestellungen: Worüber dürfen die Kindergremien entscheiden und worüber nicht? Wie geht man mit Minderheitenpositionen um? Haben die Erwachsenen ein Vetorecht? Wenn die Gremien für alle Beteiligten selbstverständlich im Alltag zusammentreten und mit Entscheidungsbefugnissen ausgestattet sind, die nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Erwachsenen bedeutsam sind, wird die Beteiligung der Kinder unabhängiger von der Bereitwilligkeit einzelner Erzieherinnen oder Erzieher. Partizipation erhält dann ein hohes Maß an Verbindlichkeit. Durch institutionalisierte Beteiligungsformen werden die Mitbestimmungsrechte der Kinder innerhalb der Einrichtung öffentlich und einklagbar: durch die Kinder, durch die Eltern und durch die Kolleginnen.

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