Förderschwerpunkte

Förderkriterien für Projektanträge im Jahr 2016 im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Beschlussnr.: BGA 13.1/15

Förderkriterien für Projektanträge im Jahr 2016 im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Landkreis Mecklenburgische Seenplatte


A Leitziel

Leitziel ist die fortgeführte und intensivierte Stärkung der Zivilgesellschaft hinsichtlich der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sowie der Entwicklung und Stärkung eines Demokratiebewusstseins. Weite Teile der Bevölkerung sind für die Problematik Extremismus, Rassismus und gruppenbezogene Ausgrenzungen zu sensibilisieren. Demokratische Werte sind nachhaltig im Handeln von Bürgern, Vereinen und Verbänden zu verankern.


B Förderschwerpunkte

Willkommenskultur

Durch eine umfassende Struktur an Bildungs-. Aufklärungs- und Erfahrungsangeboten ist menschenfeindlichem Gedankengut der Nährboden entzogen.
Interkultureller Austausch ist im Alltag verankert, geflüchtete Menschen sind integriert. Zuwanderer und Zuwanderinnen sind keine Fremden. Die Menschen unserer kleinen Städte und Dörfer leben ganz selbstverständlich und gelassen miteinander.

  1. Bildungsprojekte und Fortbildungen zu Themen Rechtsextremismus, Flucht/Vertreibung, Sicherheitsbedürfnis, Diskussionsstrategien gegen rechts z. B. in und mit Freiwilligen Feuerwehren, Vereinen, Verbänden und Schulen
  2. Förderung interkultureller Kompetenz bei Kindern, Jugendlichen und Eltern z. B. Sprachkurse und interkulturelle Bildungsangebote im ländlichen Raum
  3. Begegnungen und/oder Begegnungsräume zwischen Generationen und Kulturen z. B. integrative Projekte in Jugendclubs, Sportvereinen, Kleingärten, Gemeindezentren, gemeinsam Feste feiern, kochen und essen, Patenschaften
  4. Aufwertung/Aufstockung bestehender Strukturen zur Integration
    z. B. Unterstützung von Vereinen, Verbänden, Einzelpersonen, Aktionsgruppen

Jugendbeteiligung und Strategien zum Erreichen von Jugendlichen
Die Jugendlichen im Landkreis kennen die Angebote der Jugendarbeit und haben die Möglichkeit sich zu beteiligen. Ein gesichertes Mitspracherecht für Jugendliche in politischen Gremien ist umgesetzt.

  1. Angebote der offenen Jugendarbeit zu den Themen Demokratie, Beteiligung, Rhetorik z. B. Projekte zur Selbsterfahrung, Selbstreflexion, Empathie
  2. Verbindliche Beteiligungsstrukturen für Jugendliche z. B. Gründung lokaler Jugendforen
  3. die Angebote der Jugendarbeit attraktiv und präsent im Lebensraum der Jugendlichen gestalten z. B. Schulsozialarbeit zeigt Angebote der Jugendarbeit auf und macht diese zugänglich; Schule ist der zentrale Lebens- und Lernort für Kinder und Jugendliche
  4. Projekte zur Mobilitätssteigerung um Angebote erreichbar zu machen
  5. Trägerschaft des Jugendfonds
  • Entwicklung und Umsetzung eines Jugendforums für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (Vernetzung der lokalen Jugendforen im Landkreis);
  • Jugendforum soll von Jugendlichen selbst organisiert und geleitet werden;
  • Verwaltung der Mittel des Jugendfonds (5.000 Euro) durch den Träger des Jugendforums;
  • der Mitteleinsatz des Jugendfonds wird vom Jugendforum festgelegt
    Die anzusprechenden Zielgruppen leiten sich aus den regionalen Erfordernissen, Ressourcen und Zielstellungen ab. Zielgruppen können daher sein:

    • Kinder;
    • Jugendliche bis 27 Jahre (§ 7 I Nr. 3 SGB VIII);
    • Eltern und andere Erziehungsberechtigte;
    • Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, andere pädagogische Fachkräfte;
    • Multiplikatorinnen und Multiplikatoren;
    • Lokal einflussreiche staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure

C Antragstellung

Voraussetzungen
Als Letztempfänger – Zuwendungsempfänger für die Umsetzung von Einzelmaßnahmen im Rahmen der Fonds und im Bereich kommen grundsätzlich nichtstaatliche Organisationen in Betracht, die nachfolgende Bedingungen erfüllen:

  1. Erfüllung der fachlichen Voraussetzungen für das geplante Projekt und entsprechende Erfahrungen in der Thematik des Programms;
  2. Sicherung einer ordnungsgemäßen Geschäftsführung, insbesondere Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) im Rahmen des Rechnungswesens;
  3. Gewähr für eine zweckentsprechende, wirtschaftliche und sparsame Verwendung der Fördermittel sowie bestimmungsgemäßer Nachweis derselben;
  4. Nachweis der Gemeinnützigkeit gemäß §§ 51ff. Abgabenordnung (AO), ersatzweise zunächst der Nachweis der Stellung eines Antrags auf Anerkennung der Gemeinnützigkeit gemäß §§ 51ff. AO bzw. grundsätzliche Vereinbarkeit des Gesellschaftervertrags/der Satzung mit den Anforderungen der Gemeinnützigkeit; k
  5. kein Ausschluss der Vorschrift des § 181 BGB im Gesellschaftsvertrag und in etwaigen Geschäftsführerverträgen;
  6. Eigenanteil i. d. R. in Höhe von mindestens 20 % der Gesamtkosten erbringen

Antragstellung

  •  Projektanträge finden Sie unter: http://www.lk-mecklenburgische-seenplatte.de/ und auf der Homepage der Partnerschaft für Demokratie www.demokratie-mse.de;
  • Voraussetzung für einen erfolgreichen Projektantrag ist die vorherige Beratung des Projektträgers durch die Koordinierungs- und Fachstelle zu seinem Projekt
  • Projektanträge sind bei der Koordinierungs- und Fachstelle per Mail oder Post spätestens bis zum 15.01.2016 einzureichen

Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie
Landkreis Mecklenburgische Seenplatte c/o CJD Nord
z. Hd. Sabine Sölbeck
Schlossstraße 10
17235 Neustrelitz
E-Mail: sabine.soelbeck@cjd-nord.de

  • Der Bewilligungszeitraum der Projekte beginnt frühestens am 15.02.2016 und endet spätestens am 09.12.2016. Eine davon abweichende Ausnahmeregelung bedarf der vorherigen Zustimmung des Begleitausschusses;
  • Die Koordinierungs- und Fachstelle berät bei Fragen zur Antragstellung, Förderkriterien und Projektumsetzung

Ausschlusskriterien

Nicht gefördert werden können:

  1. Maßnahmen, die nach Inhalt, Methodik und Struktur überwiegend schulischen Zwecken, dem Hochschulstudium, der Berufsausbildung außerhalb der Jugendsozialarbeit, dem Breiten- und Leistungssport, der religiösen oder weltanschaulichen Erziehung, der parteiinternen oder gewerkschaftsinternen Schulung, der Erholung oder der Touristik, dienen.
  2. Maßnahmen und Projekte mit agitatorischen Zielen.
  3. Maßnahmen, die zu den originären Aufgabenbereichen des Kinder- und Jugendplanes gehören.
  4. Maßnahmen, die zu den originären Aufgabenbereichen des Deutsch-Französischen Jugendwerkes (DJFW) oder des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes (DJPW) gehören und der Art nach von diesen gefördert werden können.
  5. Aufwendungen für alkoholische Getränke (Ausnahmen nur nach schriftlicher Genehmigung durch das federführende Amt, z. B. Bewirtungskosten für Referenten, Künstler und Begleitung)

Neubrandenburg, 11. Dezember 2015